Regalsysteme

String: modern seit 1949



Preisbeispiel: € 914.-

Regal, 200 cm hoch, Gesamtbreite ca. 240 cm,
bestehend aus:
4 Leitern 200 cm hoch und 12 Böden je ca. 80 cm breit, 30 cm tief.







string - Mehr als ein Geistesblitz








nils strinning, architekt und designer, 1917-2006
Mehr als ein Geistesblitz

Gewisse Dinge verbindet man so stark mit einer Zeit, dass sie zeitlos werden. Dies gilt in hohem Maße für das Regalsystem String, das Nils Strinning 1949 entworfen hat. Es mag seltsam erscheinen, dass etwas so Einfaches und Unscheinbares wie dieses kleine, zierliche und leichte Regal mit seinem dünnen Drahtrahmen ein Designklassiker des 20. Jahrhunderts werden konnte. Gründe gibt es viele: Die schmale Verpackung ist einfach und billig zu transportieren. Das Regal ist leicht montierbar. Die einzelnen Fachböden lassen sich schnell verschieben. Es können Regale unterschiedlicher Tiefen kombiniert werden, und der Rahmen bietet den Büchern Halt. Zudem ist das Regal stabil und kann in alle Richtungen ausgebaut werden. Ob die Wandfläche groß oder klein ist, String funktioniert immer. Es ist vor allem das Gestell, das dem Regal Charakter verleiht. Der farbige Draht ist elegant und feingliedrig. Wie eine zierliche Leiter klettert er die Wände hoch. Pfiffig, wandelbar, flexibel – es ist nicht verwunderlich, dass String mit seinem einfachen, modernistischen Design von den freiheitsdurstigen Nachkriegs-Europäern geliebt wurde. Insbesondere von den Jungen, die man damals als Teenager zu bezeichnen begann.

Ohne einen Wettbewerb im Jahr 1949, ausgeschrieben vom großen schwedischen Buchverlag „Bonniers folkbibliotek“ wäre das Regal vermutlich nie in Produktion gegangen. Der Verlag hatte erkannt, dass die Schweden einen Aufbewahrungsort für die zukünftig gekauften Bücher benötigen würden. Das Regal sollte billig sein, leicht zu verschicken, einfach zu montieren und aufzubauen. Über so ein Regal hatte Nils Strinning schon lange nachgedacht. Angesichts des Wettbewerbs nahm er das Werk in Angriff. Er gewann natürlich den ersten Preis.

Alles hat eine Vorgeschichte. Diese handelt von Faulheit und Stahldraht. Vor der Ära der Spülmaschinen war das Geschirrabtrocknen eine zeitraubende Pflicht. An der Luft trocknen zu lassen war hygienischer, als ein Geschirrtuch zu verwenden, aber dafür brauchte man einen praktischen und pflegeleichten Geschirrständer. Das Geschirrregal Elfa wurde 1946 Nils Strinnings erste erfolgreiche Erfindung. Drei Jahre später löste er gemeinsam mit dem Hersteller Arne Lydmar das Problem, wie der Draht mit Plastik beschichtet werden konnte. Ja, Nils Strinning ist der Vater des gesamten Elfa-Systems mit seinen Drahtkörben, die heute in den meisten Schränken zu finden sind, und der Geschirrablagekörbe an der Spüle. Nichts ist zu unscheinbar dafür, verbessert werden zu können. So könnte man Nils Strinnings Sicht der Welt zusammenfassen. In ihm vereint sich der Anspruch des Erfinders an die Funktion mit dem Gefühl des Ästheten für Proportionen und Details.

Kerstin Wickman. Professor für Design- und Kunsthandwerksgeschichte, Konstfack Kunsthochschule Stockholm


Auszeichnungen und Ausstellungen (Auszug)
1949: Gewinner des Bonnier Bücherregal-Wettbewerbs. 1954: Goldmedaille, Triennale, Mailand. 1954: Ausstellung "Design in Scandinavia", USA. 1955: Ausstellung "h55", Helsingborg. 1979: Aufnahme in die Design-Sammlung des Schwedischen Nationalmuseums. 1993 & 1999: Auszeichnung für erstklassiges schwedisches Design von der Schwedischen Gesellschaft für Handwerk und Design (Svensk Form). 1999: Nils Strinning erhält Design-Preis von Svensk Form. 2004-2006: Ausstellung "Skandinavisches Design - Jenseits des Mythos"; Berlin, Mailand, Gent, Prag, Budapest, Riga, Glasgow, Kopenhagen, Göteburg, Oslo. 2005: Ausstellung "H05/Allrum", Helsingborg. 2006: Ausstellung "H05/Allrum", Paris, Rathaus. 2006: Ausstellung "Stars & stripes mixed with yellow & blue", Schwedische Botschaft, Washington, D.C., USA. 2010: "Swedish love stories", Superstudio Piú, Mailand

Der schwedische Architekt Nils Strinning (1917-2006) war einer der führenden Designer in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er legte den Grundstock für das, was wir heute "Skandinavisches Design" nennen.



 

abc-reoler-Quadrant, made in denmark



Ein einfaches, auf Flexibilität und Funktion ausgelegtes, sowie besonders ästhetisch wirkendes
Regalsystem ist Quadrant von abc-reoler.

Preisbeispiel: Regal B 154,8 x T 33 x H 152,8
bestehend aus 16 Feldern von je 39,6 x 39,6 cm.
Seitlich oder in der Höhe erweiterbar, € 1.066.-


...wandhängend in 3 Tiefen variiert 



... schwebend auf Fussgestell 



... der Dachschräge locker folgend. 



....unter dem Kniestock